EthiQ-News: Wo liegt die Verantwortung?

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Berichte über die akuten Krisenherde – namentlich Nordkorea, Russland oder der nahe Osten – dominieren die Medien. Wie in den Medien überwiegen sicherheitspolitische Themen wichtige Zukunftsthemen mehr und mehr auch in der Politik. Kurz: die Politik ist von der Gegenwart und deren Probleme schier vollständig in Beschlag genommen und lässt zukunftsrelevante Themen, darunter insbesondere die Nachhaltigkeit, in der Warteschlaufe hängen. Dadurch tun sich in existenziellen gesellschaftlichen Fragen Lücken auf, die einerseits brandgefährlich sind, andererseits aber auch eine Chance – und zwar vor allem für die Wirtschaft und deren Akteure.

Unternehmer, die sich in brisanten Fragen der Zeit klar positionieren, folgen einer zwingenden gesellschaftlichen Logik: Gesunde Märkte gibt es nur in gesunden Gesellschaften! Die grossen Akteure aus der Wirtschaft – in Europa aber insbesondere auch die kleineren – verfügen über die nötige Kompetenz und das nötige Kampfgewicht, um die grossen Zukunftsthemen zu stemmen, die politisch vernachlässigt werden.[1]

 

 

Fazit EthiQ:

 

Wer soll denn Verantwortung übernehmen für die zukunftsrelevanten Themen? Für die Nachhaltigkeit? Wessen Rolle ist es, aktiv zu werden, wenn die Politik es nicht tut oder nicht tun kann?

Corporate Social Responsibility nimmt in den Geschäftskonzepten vieler Unternehmen eine wichtige Rolle ein und wird in Zukunft – davon sind wir bei EthiQ überzeugt – weiter an Bedeutung gewinnen. CSR oder die Wahrnehmung unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung umschreibt den freiwilligen Beitrag eines Unternehmens für eine nachhaltige Entwicklung, ohne von gesetzlichen Normen dazu verpflichtet zu sein. Je mehr sich CSR als fixer Bestandteil von Geschäftskonzepten in einer Gesellschaft etabliert, desto mehr Verantwortung übergeben wir den Unternehmen – oder Unternehmern. Es ist gerade die Idee von CSR oder vom Konzept der verantwortungsvollen Unternehmer, dass diese sich für die von der Gesellschaft als richtig und wichtig empfundenen Werte einsetzen bzw. ihre Geschäftstätigkeit regelmässig an diesen Werten messen. Unternehmer dürfen und sollen in zukunftsrelevanten Fragen – und da gehört eine gesunde und nachhaltige Wirtschaft klar dazu – nicht schweigen, selbst wenn die Politik es tut.

In den USA zeigen sich in jüngerer Vergangenheit verschiedene Beispiele von Unternehmern, welche der schweigenden oder sich in die falsche Richtung bewegenden Politik die Stirn bieten. Und es handelt sich dabei nicht um einzelne Kleinstunternehmen, sondern um Schwergewichte wie Tesla (Elon Musk), Disney (Robert Iger), Facebook, Google oder Microsoft.[2] Während die Politik in der Schweiz längst nicht so schief steht wie in den USA, heisst das nicht, dass wir uns als Privatpersonen und insbesondere als Unternehmer zurücklehnen und die Verantwortung in Zukunftsfragen alleine der Politik überlassen sollen. Nachhaltigkeit ist kein Thema für die Ersatzbank oder in Anlehnung an Platon ausgedrückt: Eins nach dem anderen. Zügig, entschlossen, zielorientiert. Es gibt viel zu tun – packen wir es an!

Verantwortung liegt bei uns allen – Unternehmen jeglicher Grösse. Richtig genutzt ist sie nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance. EthiQ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen diese Chancen aufzuzeigen.

 

[1]   Siehe dazu den vollständigen Artikel unter: https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article167555773/Fuehrung-heisst-Verantwortung-zu-uebernehmen.html#Comments

[2]   Siehe dazu:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/unternehmen-protestieren-gegen-trumps-einreisedekret-a-1143984.html und
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-08/charlottesville-donald-trump-unternehmer

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